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  • #296 Antwort

    cordt
    Keymaster

    Meine Frage bezieht sich auf Stents. Wie ich erfahren habe, ist es das heutzutage am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Behandlung von Verengungen der Herzkranzgefäße ist die Ballonaufdehnung, meist kombiniert mit dem Einsetzen eines Stents. Dabei führt man durch den Herzkatheter zunächst einen feinen Draht über die Engstelle der herzkranzader hinweg. Über den liegenden Draht wird dann der vorher genau ausgesuchte Ballonkatheter, der noch nicht entfaltet ist, bis zur Engstelle vorgeführt.

    Gibt es irgendwelche Risiken?

    Grüße,
    O. Cordt

    #359 Antwort
    Dr. Herbert Probst
    Dr. Herbert Probst

    Es gibt wie (fast) immer in der Medizin auch Risiken. So kann beim Vorführen des feinen Drahtes über die Engstelle das Gefäß von innen verletzt werden und sich schlimmstenfalls das Gefäß komplett verschliessen. Auch kann es beim Ausdehnen des Ballons zu einem Einriss in der Gefäßinnenwand kommen, der den Blutfluss in dem Herzkranzgefäß beeinträchtigt oder gar zu einem kompletten Gefäßverschluß führen kann. Dank der heute zur Verfügung stehenden Stents ist diese Risiko jedoch sehr gering geworden. Man hat in einer solchen Notfallsituation immer noch die Möglichkeit, mit der Kathetertechnik diesen Gefäßeinriss (Dissektion) oder Gefäßverschluss erfolgreich zu behandeln. In nur sehr seltenen Fällen muß man eine notfallmäßige Bypassoperation durchführen.

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Antwort auf: Ballonaufdehnung – Risiken?
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