Risikofaktoren der Arteriosklerose
- 01. Übergewicht
- 02. Diabetes mellitus
- 03. Bluthochdruck
- 04. erhöhtes Cholesterin
- 05. Rauchen
- 06. familiäre Disposition (genetische Veranlagung)
Alle menschlichen Schlagadern verkalken, aber der Prozess der
Arteriosklerose nimmt beim Vorhandensein von Risikofaktoren zu! Es werden sich immer wieder Ausnahmen finden, die
trotz vorhandener Risikofaktoren keine nennenswerte Arteriosklerose entwickelt haben. Dies darf aber nicht
darüber hinweg täuschen, dass - statistisch gesehen - jeder vorhandene Risikofaktor den Verlauf der
Arteriosklerose drastisch steigert. Betrachten wir zunächst, wie die Arteriosklerose zustande kommt, wie sie
abläuft. Die Gefäßinnenwand ist ähnlich der Körperoberfläche von einer Haut - hier
Endothel genannt - überzogen. Bedingt durch das ständig mit hoher Geschwindigkeit und hohem Druck vorbei
fließende Blut, sind die Zellen dieser Haut, die Endothelzellen, einer ständigen enormen Belastung
ausgesetzt. Aus diesem Grunde werden sie in regelmäßigen Abständen erneuert. Ein Prozess der sich im
übrigen auch bei der Haut, der Epidermis abspielt, und sich hier in Schuppenbildung oder Verhornung zeigt. Es
wird verständlich, dass die Endothelzellen eher geschädigt werden, wenn der Druck in den Gefäßen
zunimmt. So verstehen wir, dass die arterielle Hypertonie, also zu hoher Blutdruck, einen Risikofaktor darstellt.
Ebenso nimmt die Schädigung der Endothelzellen zu, wenn es zu einer Flussbeschleunigung etwa an Kurven oder
Verzweigungen kommt. Hierdurch entstehen die sogenannten Prädilektionsstellen der Arteriosklerose. Stellen, an
denen sich die allgemein ablaufende Arteriosklerose schneller und heftiger abspielt. Ist der Stoffwechsel der Zellen
und somit ihre Regenerationsfähigkeit gestört, so kommt es ebenfalls zu einem beschleunigten Ablauf der
Arteriosklerose. Erhöht sich beispielsweise der Gehalt an Cholesterin und Blutfetten, so wird vermehrt
Cholesterin in die Endothelzellen eingelagert, wodurch diese schließlich absterben, sich nicht mehr
regenerieren. Dies erklärt warum die Hypercholesterinämie, das zu hohe Cholesterin, ein so bedeutender
Risikofaktor ist. Nikotin schließlich ist ein Giftstoff, der einerseits direkt toxisch die Endothelzellen
schädigt, zudem aber auch zu einer aktiven Engstellung der Gefäße führt. Die damit verbundene
Flussbeschleunigung führt wiederum zu einer vermehrten Schädigung des Endothels. Dass Nikotin über
diese beiden Faktoren wirkt, erklärt, warum das Rauchen eine enorme Bedeutung als zentraler Risikofaktor hat.