Unser Leistungsspektrum

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Ruhe-EKG

Das EKG (Elektrokardiogramm) ist die Aufzeichnung von elektrischen Strömen des schlagenden Herzens über Elektroden (Klebe- oder Saugelektroden), die an der Körperoberfläche an bestimmten Ableitungspunkten platziert werden. Das EKG ist eine einfache und wichtige Untersuchung, die Informationen über den Herzrhythmus, Durchblutungsst&oul;rungen, Herzinfarkte, Verdickung des Herzmuskels (Hypertrophie) oder auch entzündliche Veränderungen liefern kann. EKG-Ableitungen, die nicht an der Körperoberfläche, sondern im Herzinneren abgeleitet werden, spielen eine wichtige Rolle bei der elektrophysiologischen Untersuchung zur Abklärung von Herzrhythmusstörungen.

Belastungs-EKG

Die Untersuchung erfolgt an einem Fahradergometer in sitzender oder halbliegender Position mit individuell ermittelten, ansteigenden Belastungsstufen unter laufender EKG-Aufzeichnung und Kontrolle der Kreislaufverhaltens (Blutdruck, Puls, Atmung / Sauerstoffsättigung). Beurteilt werden die erreichte Belastbarkeit, das Blutdruck- und Herzfrequenzverhalten sowie das EKG. Bei Durchblutungsstörungen können unter Belastung Herzschmerzen oder Atemnot auftreten. Im EKG können sich Veränderungen (sog. ST-Strecken-Senkungen) zeigen, die im Ruhe – EKG noch nicht bestanden. Das Ausmaß der EKG-Veränderungen ist ein Anhalt für die Ausprägung einer möglichen Durchblutungsstörung (siehe auch Myokardszintigraphie/ Stress-Echokardiographie). Unter Belastung auftretende Herzrhythmusstörungen können ebenfalls auf Durchblutungsstörungen hinweisen. Bei Hochdruckpatienten kann der Therapieerfolg anhand einer Normalisierung des Blutdrucksverhaltens unter Belastung gezeigt werden.

Langzeit-EKG

Die Langzeit-Elektrokardiographie, in der Regel über 18 bis 24 Stunden, ist eine wichtige Methode in der Praxis, um Herzrhythmusstörungen zu erfassen, die nicht bereits beim Ruhe- oder Belastungs-EKG dokumentiert werden konnten. Über Elektrodenkabel werden 2-3 EKG-Kanäle abgeleitet und kontinuierlich gespeichert. Die Auswertung am Computer ermöglicht eine Schlag für Schlag-Analyse über den gesamten Erfassungszeitraum (ca. 100.000 Herzaktionen werden analysiert). Der Einsatz modernster Technologie (Festspeicher-Rekorder) führt zu einer spürbar geringeren Belästigung der Patienten während der Untersuchung (sehr kleine und leichte, lautlose Rekorder). Während des Überwachungszeitraums soll der Patient ein kurzes Protokoll über den Tagesablauf festhalten, am besten schriftlich. Wenn Beschwerden auftreten (z.B. Schmerzen, Herzrhytmusstörungen oder Kreislaufschwäche) verspürt werden,sind solche Notizen sehr hilfreich, um evtl. Rhythmusstörungen als Ursache zu identifizieren. Seltener auftretende Rhythmusstörungen können ergänzend mit dem Event-Rekorder erfasst werden.

Langzeit-Blutdruckmessung

Es erfolgt eine ambulante Aufzeichnung des Blutdrucks über 24 Stunden. Hierzu wird am Oberarm eine Blutdruckmanschette angelegt, die in regelmäßigen Abständen von einem kleinen Gerät, das am Körper getragen wird, aufgepumpt wird. Die Messungen werden gespeichert und ausgewertet. Die Analyse der mittleren Blutdruckwerte während des Tages und der Nacht ermöglichen eine genaue Bewertung der Blutdrucklage und eine Differenzierung situationsbezogener Blutdruckanstiege (sog. “weisser-Kittel-Effekt oder “Arztpraxishochdruck”).

Event-Rekorder

Die EKG-Aufzeichnung mittels Event-Recorder ist geeignet, um relativ selten auftretende Herzrhythmusstörungen zu erfassen. Sie haben die Möglichkeit, das Gerät 2 bis 3 Wochen zu behalten und im Bedarfsfall, also wenn Sie Ihre Beschwerden verspüren, eine EKG-Aufzeichnung anzufertigen. Das EKG-Aufzeichnungsgerät (Event-Recorder) registriert laufend Ihr EKG und ist in ständiger Aufnahmebereitschaft. Sie sollten das Gerät möglichst ununterbrochen tragen und können den Recorder kurzzeitig, z.B. während der Körperpflege, abnehmen. Eine Elektrode wird auf das Brustbein, die andere unter die linke Brust geklebt. Bei Beschwerden drücken Sie auf den Aufnahmeknopf, bis ein akustisches Signal ertönt: so wird die Aufnahme gestartet (aufgezeichnet werden die Minute vor Drücken des grünen Knopfs und eine Minute danach). Das Ende der Aufzeichnung wird durch einen erneuten Signalton angezeigt. Falls die Beschwerden andauern oder wiederkehren, sollten Sie weitere Aufnahmen vornehmen. Wenn Sie eine oder mehrere Episoden mit Ihren typischen Beschwerden aufgezeichnet haben, bringen Sie bitte den Recorder in die Praxis zur Auswertung zurück.

Farbdopplerechokardiographie (Herzultraschall)

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens erlaubt nicht-invasiv, also von außen durch die Brustwand, schmerzfrei und risikolos, die Beurteilung der Herzfunktion mit einer Ultraschallsonde. Wandbewegungsstörungen weisen auf Herzmuskelerkrankungen oder abgelaufene Herzinfarkte hin, eine Verdickung der Herzmuskulatur auf einen Bluthochdruck oder besondere Herzmuskelerkrankungen. Auch Herzklappenveränderungen können detailliert dargestellt werden. Durch Blutfluss-Geschwindigkeitsmessungen (Doppler) und farbkodierte Darstellung ist es möglich, die Herzfunktion und Kreislaufsituation umfassend zu beurteilen. Die Farbdoppler-Echokardiographie stellt die Blutströme im Herzen dar und führt zu einer genauen Beurteilung der Herzklappen (Undichtigkeit / Einengung, Beurteilung künstlicher Herzklappen), von Einengungen im Inneren der linken Herzkammer (bei Wandberdickungen / hypertropher Kardiomyopathie), von Löchern in der Scheidewand der Herzvorhöfe oder Herzkammern (Vorhofseptumdefekt, Ventrikelseptumdefekt). Es wird auch die Berechnung von wichtigen Druckwerten ermöglicht (Druckerhöhung im Lungenkreislauf bei Lungenstauung / Herzinsuffizienz / Lungenembolie).

TEE (Schluckultraschall des Herzens)

Als transösophageale Echokardiographie wird die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Speiseröhre (Ösophagus) bezeichnet. Der kleine Ultraschallkopf befindet sich in der Spitze einer biegsamen Schlauchsonde, die durch den Mund über den Rachen in die Speiseröhre eingeführt wird. Hier liegt sie unmittelbar hinter dem Herzen in idealer Schallposition. Dies ermöglicht die Verwendung besonders hochfrequenter Sonden mit sehr guter Auflösung für eine ausgezeichnete Bildqualität mit verbesserter Detailerkennung des Herzens sowie der großen angrenzenden Gefäße. Diese Methode ist sehr hilfreich, wenn die übliche Ultraschalluntersuchung des Herzens von außen (Echokardiographie) durch die Brustwand keine ausreichende Diagnose gestattet wie z.B. bei sehr schlechten Schallverhältnissen von außen. Oft besteht die Notwendigkeit, bestimmte Herzklappenstrukturen genau darzustellen (z.B. bei Herzklappenentzündung – Endokarditis, Papillarmuskelabriss) oder im Rahmen der Suche nach Emboliequellen (bei Schlaganfall oder vor einer Elektrokardioversion) das linke Herzohr, eine Struktur im linken Vorhof, die von außen nicht zu beurteilen ist, genau darzustellen, um mögliche Gerinnsel zu erkennen. Nach Gabe eines Kontrastmittels in die Vene können mögliche Öffnungen, insbesondere in der Vorhofscheidewand, genau dargestellt werden, die ohne Behandlung das Risiko des Übertritts von Gerinnseln mit der Folge von Schlaganfällen beinhalten (diese sog. Vorgofseptumdefekte können mittlerweile kathetertechnisch unter TEE-Kontrolle verschlossen werden).

Durchführung der TEE – Die Ultraschalluntersuchung des Herzens durch die Speiseröhre ist ein risikoarmes Verfahren und wird in der Praxis durchgeführt. Vor der Untersuchung müssen Sie 5 Stunden nüchtern bleiben. Zu Beginn, vor Einführen des Instrumentes, wird der Rachenraum mit einem Spray betäubt. Eine Beruhigungsspritze kann Ihnen bei Wunsch gegeben werden. Herausnehmbarer Zahnersatz wird entfernt und es wird ein Beissring zum Schutz der Ultraschallsonde und zur Vermeidung von Verletzungen des Untersuchers platziert. Die Untersuchung dauert ca. 5 bis 10 Minuten und erfolgt in Linksseiten-Lage oder im Sitzen. Sie ist nicht schmerzhaft. Besonders beim Einführen des Gerätes in die Speiseröhre kann es zu Würgereiz und verstärktem Speichelfluss kommen. Die Atmung ist nicht behindert. Nach der Untersuchung soll bis zum Abklingen der örtlichen Betäubung des Rachens (etwa nach einer Stunde) keine Speisen oder Getränke aufgenommen werden, da es sonst zur Aspiration (Verschlucken) kommen kann. Über weitere Details werden sie im vorbereitenden ärztlichen Gespräch informiert.

Mögliche Risiken – Die TEE kann als risikoarme Untersuchung bezeichnet werden. Schwerwiegende Komplikationen, Verletzungen der Speiseröhre, sind nur in vereinzelten Fällen beschrieben worden (bei Speiseröhrenerkrankungen ist die Untersuchung unter Umständen kontraindiziert, d. h. nicht erlaubt). Ebenfalls sehr selten sind Blutungen, Bronchospasmus (Verengung der Bronchien mit Atemnot), Herzrhythmusstörungen oder Angina pectoris (abhängig vom Schweregrad einer zugrunde liegenden Herzerkrankung).

Stress-Echokardiographie

Mit der Stress-Echokardiographie ist sehr differenziert der Nachweis von Durchblutungsstörung des Herzens möglich. Die Aussagekraft ist erheblich höher als beim Belastungs-EKG, das eine Treffsicherheit von nur etwa 60-70% aufweist (Steigerung auf etwa 80-90% bei der Stress-Echokardiographie unter guten Schallverhältnissen und bei der Myokardszintigraphie). Es wird mittels einer Ultraschall-Untersuchung die Pumpkraft des Herzens unter Belastung analysiert. Ein gesunder Herzmuskel kann die Pumpleistung der Belastung angepasst steigern. Bei Durchblutungsstörungen zeigt sich eine Wandbewegungsstörung, die aufgrund der Lokalisation und Ausdehnung Rückschlüsse auf den Schweregrad einer zugrunde liegenden Erkrankung zulässt. Vor, während und nach einer fahrradergometrischen Belastung, möglichst in halbliegender Position und halblinker Seitenlage auf einem speziellen Ergometer, werden echokardiographische Untersuchungen durchgeführt und nach neuen oder sich verstärkenden Wandbewegungsstörungen gesucht, die auf regionale Durchblutungsstörungen hinweisen. Die Auswertung erfolgt computergestützt mit Hilfe der digitalen Bildverarbeitung. Falls eine körperliche Belastung nicht möglich ist, kann die Untersuchung auch durch die Gabe von Medikamenten erfolgen (Dobutamin). In der Regel wird in unserer Praxis die Dobutamin Methode angewendet, da die Aussagekraft nicht durch Bewegungsartefakte während der Untersuchung beeinträchtigt wird.

Farb-Duplex-Sonographie (Gefäßultraschall)

Bei dieser speziellen Form der Ultraschalluntersuchung werden die Gefäße (Arterien, Venen) mit höchster Auflösung dargestellt, um eine exakte Beurteilung der Gefäßwand (hinsichtlich Plaques, Ablagerungen, Einengungen, Verschlüsse) vorzunehmen. Zusätzlich werden mittels der farbcodierten Dopplertechnologie Blutflüsse sichtbar gemacht und Blutflussgeschwindigkeiten gemessen. Die farbcodierte Duplexsonographie erlaubt eine genaue Beurteilung wichtiger Arterien (A. carotis / Halsschagader, der Bein-, Becken-, Bauch-, Becken- und Beinarterien) sowie der Venen (Thrombose, postthrombotisches Syndrom, Klappeninsuffizienzen / -undichtigkeit).

Spiroergometrie

Die Untersuchung erfolgt, ähnlich wie das Belastungs-EKG, an einem Fahradergometer oder Laufband mit individuell ermittelten, ansteigenden Belastungsstufen unter laufender EKG-Aufzeichnung und Kontrolle der Kreislaufverhaltens (Blutdruck, Puls). Beurteilt werden neben der erreichten Belastbarkeit, des Blutdruck- und Herzfrequenzverhaltens sowie des EKG insbesondere die Ergebnisse der kontinuierlichen Messung des Gasaustauschs (Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidproduktion) und des Atemminutenvolumens. Die Untersuchung gestattet unter anderem Aussagen zur körperlichen Belastbarkeit bei Herzinsuffizienz / Herzmuskelschwäche. Auch bei Sportlern findet die Untersuchung zur Beurteilung des Trainingseffekts /-zustands regelmäßig Anwendung.

Kipptisch-Untersuchung

Die Kipptisch-Untersuchung wird eingesetzt zur Abklärung von Bewusstlosigkeiten. Es können wichtige Informationen erhoben werden, um eine Kreislauf-Regulationsstörung zu differenzieren und eine Fehlsteuerung durch das vegetative Nervensystem zu erkennen (“vasovagale dysregulationQuot; – “,neurokardiogene Synkope”). Aus der genauen Beurteilung ergeben sich unter bestimmten Voraussetzungen wichtige Konsequenzen für die weitere Behandlung. Der Test soll gezielt zur Erkennung einer neurokardiogenen Funtionsstörung eingesetzt werden und ist nicht allgemein zur Abklärung von gelegentlichem Schwindel oder einmalig aufgetretener Bewusstlosigkeit zu empfehlen. Bei bekannten organischen Herzerkrankungen, die zur Synkope (Bewusstlosigkeit) geführt haben, ist der Test kontraindiziert (verboten), z.B. bei Aortenklappenstenose, Carotisstenose, schwerer koronarer Herzerkrankung, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelerkrankungen. Ihr Kardiologe wird Sie ggf. genau informieren. Um eine Regulationssteuerung des Kreislaufs zu erfassen, absolviert der Patient einen Funktionstest, bei dem er in einem speziell hierfür eingerichteten Raum in völlig ruhiger Umgebung auf einem so genannten Kipptisch nach einer Ruhephase für etwa 45 Minuten in eine Schräglage versetzt wird (70 Grad Aufrichtung, Kopf nach oben). Er ist am Tisch festgeschnallt, um einem Sturz im Fall einer auftretenden Bewusstlosigkeit zu verhindern. Während des gesamten Zeitraums werden EKG, Puls und Blutdruck kontinuierlich registriert. Bei normaler Kreislaufregulation soll während der Testphasen ein stabiler Zustand bestehen bleiben. Eine Fehlsteuerung kann erkannt werden an Blutdruckabfall und / oder Pulsabfall (Herzfrequnz-Verlangsamung, Bradykardie), u.U. verbunden mit Schwäche / Kollaps / Bewusstlosigkeit.

Herzkatheter - Koronarangiographie

Bei der Linksherzkatheter-Untersuchung wird in örtlicher Betäubung durch die Haut eine Arterie in der Leiste oder am Arm punktiert und über diesen Zugang ein sogenannter Herzkatheter (1.2 mm dünner Plastikschlauch) über die Hauptschlagader zum Herzen geführt. Es werden Druckwerte und Sauerstaffsättigungen gemessen. Nach Kontrastmittelgabe können mit Hilfe moderner Röntgentechnik der Herzmuskel und die Herzkranzgefäße (Koronararterien) beurteilt werden. Bei der Rechtsherzkatheter-Untersuchung werden über eine Vene das rechte Herz sowie die Lungenschlagader sondiert, um zusätzliche Informationen zu erhalten und Gefäßanomalien, Vorhofseptum- und Ventrikelseptumdefekte (Löcher in der Scheidewand von Herzvorhöfen oder -kammern) zu diagnostizieren.

Wann ist die Herzkatheteruntersuchung erforderlich? – Es werden Erkrankungen des Herzmuskels, der Koronararterien, der Herzklappen oder auch angeborene bzw. erworbene Herzfehler und bestimmte Erkrankungen der Lunge diagnostiziert. Die Herzkatheteruntersuchung ist eine invasive Untersuchung, die in der Regel erst dann zum Einsatz kommt, wenn aufgrund der Ergebnisse nicht invasiver Untersuchungsverfahren (EKG, Belastungstest, Echokardiographie, ggf. Myokardszintigraphie oder Stress-Echokardiographie) das Vorliegen einer schwereren Erkrankung und eine therapeutische Konsequenz zu erwarten ist. Häufig kann nach genauer Diagnosestellung unmittelbar in Anschluß an die Herzkatheteruntersuchung die gezielte Behandlung durchgeführt werden wie die Ballonaufdehnung (PTCA) einer verengten Koronararterie. Das hei&zlig;t Diagnostik und Therapie werden im Rahmen einer einzigen Untersuchung durchgeführt (sofern medizinisch machbar und sinnvoll).

Durchführung – Bei einer geplanten Untersuchung soll der Patient zuvor etwa 4 Stunden nüchtern sein. Die Untersuchung findet in örtlicher Betäubung statt. Es ist keine Narkose erforderlich; auf Wunsch kann eine leichtes Beruhigungsmittel verabreicht werden. Über einen venösen Zugang am Arm (Infusion) können während der Untersuchung Medikamente verabreicht werden. Die Punktion eines Gefäßes (meist in der Leiste, sonst in der Ellenbeuge oder am Handgelenk) wird eine so genannte Schleuse eingebracht, ein nur etwa 1,3 mm dünnes und 10 cm langes Plastikschl&aum;uchlein mit Rückschlagventil. Über diese Schleuse können dann nacheinander unterschiedlich geformte Herzkatheter (ca. 1,2 mm dünne, bis 1 m lange Plastikschäuchlein) die Arterie eingebracht werden und mit Hilfe eines feinen Führungsdrahts unter Durchleuchtungskontrolle zum Herzen geschoben werden. Durch den Herzkatheter können Druckmessungen an der Katheterspitze, also im Herzen, erfolgen und kann Kontrastmittel eingespritzt werden, das das Herz, die großen Gefäße und die Herzkranzarterien auf dem Röntgenfilm sichtbar macht. Meist kommen drei verschieden vorgebogene Katheter zum Einsatz: Ein sog. pigtail (Schweineschwanz)-Katheter mit weicher, gebogener Spitze wird in die linke Herzkammer geführt, ein JL4-Katheter vor den Abgang der linken Herzkranzarterie platziert, ein JR4-Katheter vor den Abgang der rechten Herzkranzarterie. Für besondere Anforderungen wie anatomische Besonderheiten steht eine Vielzahl speziell vorgeformter Katheter zur Verfügung. Nach Kontrastmittelgabe in die linke Herzkammer können Herzgröße, Form und Pumpkraft genau beurteilt und weitere Befunde erkannt werden, wie z.B. Herzinfarktfolgen und die Dichtigkeit der Mitralklappe. Das Kontrastmittel wird vom Patienten als kurze Wärmewelle durch den ganzen Körper empfunden. Durch Injektion kleinerer Kontrastmittelmengen, die vom Patienten meist nicht mehr verspürt werden, in die Herzkranzarterien können diese Gefäße sowie Seitenäste genau beurteilt werden. Es zeigen sich Ablagerungen, Engstellen (Stenosen) und Verschlüsse. Um eine überlagerungsfreie Beurteilbarkeit zu gewährleisten, erfolgen Aufnahmen aus verschiedenen Richtungen. Die Funktion der Herzklappen wird durch mehrere Kriterien beurteilt: Beweglichkeit und Dichtigkeit, Druck- und Flussmessungen sowie durch Berechnung de Klappenöffnung. Am Ende der Untersuchung wird nach Ziehen des Herzkatheters und der Schleuse aus der Arterie die Punktionsstelle bis zur Blutstillung für wenige Minuten komprimiert. Anschließend wird ein Druckverband angelegt, um eine Nachblutung zu verhindern. Es folgt eine 1-stündige Ruhepause im Liegen, die im Einzelfall gelegentlich verlängert wird (abhängig z.B. von Blutstillung, Blutdruck). Bei Verwendung sehr dünner Katheter sind weitere Maßnahmen zur Blutstillung (Naht, Kollagenpfropf oder ähnliches) nicht erforderlich. Etwa 4 Stunden nach der Untersuchung kann der Patient wieder nach Hause fahren, soll sich am Untersuchungtag jedoch noch schonen (Kontrolle der Punktionsstelle am folgenden Tag, normale Belastbarkeit nach 2-3 Tagen).

Risiken der Herzkatheteruntersuchung – Die Herzkatheteruntersuchung ist wie andere invasive Verfahren mit möglichen Risiken oder Komplikationen verbunden, die jedoch nach sorgfältiger Vorbereitung und geplanter, also nicht notfallmäßiger Untersuchung sehr selten sind. An der Punktionsstelle kann es zu einem Bluterguss (Hämatom) kommen. Selten verschließt sich die punktierte Öffnung an der Arterie nicht (Aneurysma spurium), was eine erneute Kompression und Ruhigstellung notwendig machen kann, nur sehr selten den chirurgischen Verschluss des Defekts der Arterie. Verletzungen weiterer Gefäße oder Komplikationen am Herzen sind noch weitaus seltener. Sollten Herzrhythmusstörungen auftreten, ist eine sofortige Behandlung sicher gestellt (es erfolgt eine kontinuierliche Überwachung, die erforderliche technische Ausstattung ist gewährleistet). Hinsichtlich der Kontrastmittelverträglichkeit ist bereits vor der Untersuchung die Schilddrüsen- und Nierenfunktion oder ein Diabetes abzuklären, um ggf. erforderliche Maßnahmen einzuleiten. Bei Verdacht auf Kontrastmittelallergie werden besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Glücklicherweise äußerst selten sind schwerwiegende Komplikationen wie Schlaganfall, Verletzung von Herzkranzarterien oder der Hauptschlagader, schwere Blutungen. Grundsätzlich ist bei allen invasiven medizinischen Maßnahmen das Risiko der Untersuchung abzuwägen gegen das spontane Risiko des Patienten, dem er ohne genaue Diagnostik der Erkrankung und daher unsichere Therapie ausgesetzt wäre. Das Risiko der Untersuchung ist bei korrekter Indikationsstellung als ganz erheblich geringer einzustufen und wird im vor der Untersuchung erforderlichen Aufklärungsgespräch zwischen Arzt und Patient genau erläutert werden. Bitte zögern Sie als Patient nicht, alle Ihnen in diesem Zusammenhang wichtigen Fragen zu stellen.

PTCA (Ballondilatation/Stent-Implantation)

Die PTCA wird meist als Ballondilatation einer Engstelle (Stenose) einer Herzkranzarterie mit Stent-Implantation (Einsetzen einer Gefäßstütze) durchgeführt. PTCA bedeutet ursprünglich Perkutane Transluminale Coronar-Angioplastie. Als Ballondilatation 1977 erstmals durchgeführt, erlangte die Methode innerhalb eines Jahrzehnts stark zunehmende Anwendung und wird mittlerweile häufiger als die Bypass-Operation als alternatives Verfahren eingesetzt. Als wesentlicher Fortschritt kam die Stent-Technologie (Implantation von Gefäßstützen) hinzu, die das kurzfristig erzielte Ergebnis (Primärerfolg) und auch den Langzeitverlauf erheblich verbesserte. Andere Technologien, die zunächst mit hohen Erwartungen eingeführt wurden, wie die Laserangioplastie, die direktionale Atherektomie (das Abtragen von Plaquematerial aus dem Gefäßinneren) oder die Rotationsatherektomie (Fräsen mit einer bohrenden bzw. schleifenden Katheterspitze) konnten sich wegen überwiegend schlechterer Langzeitergebnisse gegen die einfache Ballondilatation nicht durchsetzen. Der Eingriff wird hinsichtlich des Zugangs zum Herzen zunächst ähnlich wie eine Linksherzkatheterisation durchgeführt und kann ggf. direkt im Anschluss an die Diagnosestellung in einer Sitzung mit der Herzkatheteruntersuchung erfolgen.

Herzschrittmacher und Herzschrittmacherkontrolle

Bitte Beachten – wichtige Information! – In unserer Praxis werden alle Schrittmachertypen kontrolliert. Auch die sog. AICD (ICD) Systeme. Beachten Sie bitte eine rechtzeitige Anmeldung zum Kontrolltermin (in der Regel wird Ihnen der nächste Kontrolltermin bereits immer schon nach der Schrittmacherkontrolle mitgeteilt und in Ihren Schrittmacherausweis eingetragen – Fragen Sie bitte nach falls dieses nicht geschieht!) Bringen Sie bitte immer Ihren Schrittmacherausweis mit!

Grundprinzipien – Das Herz ist eine Muskelpumpe, die aus 4 Herzkammern besteht: aus den Vorhöfen strömt das Blut in die Hauptkammern. Die rechte Herzkammer pumpt das Blut zur Sauerstoffanreicherung durch die Lunge, die linke Kammer (die kräftigste Herzkammer) in den gesamten Körper.

Die Herzfrequenz – Der Puls, die Herzfrequenz, wird normalerweise vom Sinusknoten, dem natürlichen Schrittmacher des Herzens, vorgegeben. Er gibt elektrische Impulse aus, die sich über die Vorhöfe verbreiten und mit einer leichten Verzögerung über den AV-Knoten auf die Hauptkammern übertragen werden. So wird ein geordneter, koordinierter Kontraktionsablauf des Herzens erreicht, normalerweise mit einer Frequenz von 60-80 Schlägen pro Minute in Ruhe (entsprechend etwa 5 Litern Blut) und entsprechender Steigerung unter Belastung. Ursache für einen zu langsamen Puls kann eine Störung im Sinusknoten sein, so dass die Sendefrequenz zu niedrig ist. Weiterhin können Störungen der Erregungsleitung, z.B. im AV-Knoten, vorliegen. Neben der Pulsverlangsamung tritt auch eine Störung der Koordination der Pumpaktion zwischen Vorhöfen und Kammern auf. Folge ist eine Kreislaufschwäche, die zu Müdigkeit, Schwächegefühl, Kollaps und Bewusstlosigkeit führen kann.

So hilft der Herzschrittmacher – Er kann die zu langsamen Sinusknotensignale ersetzen, die Koordination der Aktionen von Vorhöfen und Kammern wiederherstellen und sicherstellen, dass die Hauptkammern in ausreichender Frequenz schlagen.

Schrittmacherimplantation – Der Schrittmacher wird im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs in örtlicher Betäubung unter die Haut unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Die Elektroden, die die Impulse zum Herzen überleiten, werden durch eine Vene zum Herzen vorgeführt und dort verankert.

Schrittmacherkontrollen – Die Überprüfung eines Herzschrittmachers erfolgt meist in Abständen von 6 bis 12 Monaten, um den Batteriezustand und die Funktion des Aggregats sowie der Sonden zu testen. So sollen frühzeitig Batterieerschöpfung oder evtl. Sondenprobleme erfasst werden, bevor es zu Funktionsausfällen kommt. Durch spezielle, individuelle Programmierung der modernen Aggregate können in vielen Fällen die Funktion des Schrittmachers und der Nutzen für den Patienten verbessert werden. In unserer Praxis werden alle Schrittmachertypen überprüft.

ICD (implantierbarer Cardioverter / Defibrillator) – Der ICD (implantierbarer Cardioverter / Defibrillator) – auch AICD genannt – ist ein einem Herzschrittmacher ähnliches Gerät, das den Herzrhythmus ständig überwacht und im Falle behandlungsbedürftiger Rhythmusstörungen verschiedene Möglichkeiten zur Behandlung der Arrhythmie bietet. Neben der Funktion des Herzschrittmachers (Verhindern eines kritischen Pulsabfalls) ist die Hauptaufgabe des Aggregats, schwerwiegende, auch lebensbedrohliche Formen von Rhythmusstörungen zu beenden und eine normale Herzschlagfolge wieder herzustellen. Bei einigen Arrhythmien (meist bei so genannten ventrikulären Tachykardien, VT, einer gefährlichen Form des Herzrasens) besteht die Behandlung in der Abgabe einzelner, schwacher elektrischer Impulse, die vom Patienten nicht wahrgenommem werden, die Tachykardie aber beenden können. Bei schwersten, auch lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen (Kammerflimmern, sehr schnelle VT) wird zu deren Beendigung ein stärkerer Energieimpuls, ein Schock, verabreicht, den der Patient als heftigen Ruck oder Stoss im Brustkorb verspüren kann.

Bei welchen Erkrankungen wird der ICD eingestetzt? – Behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen treten in der Regel bei Patienten mit schwerer zugrunde liegender Herzerkrankung auf, meist bei stark eingeschränkter Pumpkraft des Herzmuskels als Folge von Durchblutungsstörungen und abgelaufenen Herzinfarkten (koronare Herzerkrankung). Auch bei primären Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie) kommt es mit zunehmender Einschränkung der Pumpkraft des Herzens häufiger zu schweren Arrhythmien. Nur selten treten derartige Rhythmusstörungen erkennbare weitere organische Herzerkrankung auf. Bei der ventrikulären Tachykardie (VT) liegt der Ursprung des Herzrasens im Bereich der Herzkammer; meist liegt hier eine Infarktnarbe vor. Es tritt ein rasend schneller Puls auf, in dessen Folge es zur Kreislaufschwäche oder zum Kreislaufzusammenbruch kommt. Schwindel, Ohnmacht und Herzstillstand können die Folge sein. Das Kammerflimmern ist die gefährlichste Form der Herzrhythmusstörung. Sie führt unbehandelt rasch zum Tod (plötzlicher Herztod, Herzschlag). Das Herz flimmert rasch und unkoordiniert, anstatt normal zu schlagen; ein sofortiger Kreislaufzusammenbruch ist die Folge. Die einzige wirksame Form der Behandlung ist die rasche, möglichst sofortige Defibrillation (Abgabe eines Elektroschocks durch einen externen Defibrillator oder einen ICD).

So hilft der ICD – Bei ventrikulären Tachykardien, VT, besteht die Behandlung zunächst in der Abgabe einzelner, schwacher elektrischer Impulse, die vom Patienten nicht wahrgenommem werden, die Tachykardie aber beenden können. Bei schwersten, auch lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen (Kammerflimmern, sehr schnelle VT) wird zu deren Beendigung ein stärkerer Energieimpuls, ein Schock, verabreicht, den der Patient als heftigen Ruck oder Stoss im Brustkorb verspüren kann.

ICD-Implantation – Die Implantation eines modernen ICD erfolgt im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs in örtlicher Betäubung unter die Haut unterhalb des Schlüsselbeins, ähnlich der Implantation eines Herzschrittmachers. Die Elektroden, die die Impulse und auch einen Schock am Herzen abgeben können, werden durch eine Vene zum Herzen vorgeführt und dort verankert.

ICD-Kontrollen – Die Überprüfung eines ICD erfolgt meist in Abständen von 3 bis 6 Monaten, um den Batteriezustand und die Funktion des Aggregats sowie der Sonden zu testen. So sollen frühzeitig Batterieerschöpfung oder evtl. Sondenprobleme erfasst werden, bevor es zu Funktionsausfällen kommt. Die Haltbarkeit der Batterie liegt, auch in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Therapieabgabe, zwischen 4 und 6 Jahren. Die Batterieerschöpfung tritt allmählich ein und wird im Rahmen der normalen Kontrolluntersuchungen rechtzeitig erkannt. Es ist dann erforderlich, einen neuen ICD zu implantieren. Die Sonden zum Herzen müssen in der Regel nicht ersetzt werden. Es ist ein kleiner Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt ist.

Können andere elektrische Geräte die Funktion des ICD gefährden? – Das ICD-System ist so gut abgeschirmt, dass die meisten elektrischen Geräte die Funktion des Schrittmachers nicht beeinträchtigen (Computer, Büro-, Küchen- und Haushaltsgeräte etc.). Elektromotor-betriebene Geräte wie Bohrmaschinen oder andere Handgeräte sollen nicht näher als unbedingt erforderlich an den ICD herangeführt werden. Die Sicherheitseinrichtungen in Flughäfen oder Diebstahlsicherungen an den Ausgängen von Geschäften haben meist auch keinen Einfluss auf die Funktion; es empfiehlt sich dennoch, zügig durch die Anlagen hindurchzugehen. Vorübergehende Störungen können bei folgenden Geräten auftreten:
– Hochspannungsleitungen / – antennen
– Medizinische Geräte / Diathermiegeräte
– Bestrahlung mit Hochenergiestrahlung
– Elektroschweißgeräte
– Große Industriemaschinen / Generatoren
– Starke Magneten / Lautsprechermagneten
– Funkgeräte.

Für den Gebrauch von Mobiltelefonen wird im Allgemeinen empfohlen, einen Mindestabstand von 15 bis 30 cm zwischen ICD und Telefon sicherzustellen. Das Handy soll also nicht in einer Brusttasche auf der gleichen Seite wie der ICD getragen werden. Beim Telefonieren soll das Handy auf der dem Schrittmacher entgegengesetzten Seite gehalten werden. Bei schnurlosen Haustelefonen bestehen keine Einschränkungen. Patienten, die auch auf die Schrittmacher-Funktion des ICD angewiesen sind, müssen die genannten Vorsichtsmaßnahmen genau einhalten, da auch eine Störung der Schrittmacherfunktion schwerwiegende Folgen haben kann. Der ICD-Ausweis soll immer mitgeführt werden. Weisen Sie alle behandelnden Ärzte, Zahnärzte und auch Physiotherapeuten darauf hin, dass Sie einen Schrittmacher tragen. Ebenso weisen Sie bitte bei Sicherheitskontrollen, z.B. auf dem Flughafen, darauf hin, da der ICD vom Metall-Detektor erkannt wird. Die Durchsuchung mit einem Handdetektor soll im Bereich des ICD ebenfalls zügig durchgeführt werden.

Häufig gestellte Fragen:

Was passiert, wenn mein Schrittmacher versagt? – Bei Funktionsstörungen kann es zum Auftreten derselben Symptome wie vor der Schrittmacherversorgung kommen. Solche Störungen sind bei modernen Systemen und regelmäßigen Kontrollen nur sehr selten. Wichtig ist, dass die empfohlenen Routine-Kontrollintervalle eingehalten werden und zusätzliche Kontrollen im Falle von Beschwerden durchgeführt werden. Auch bei neu aufgetretenen Rhythmusstörungen kann durch eine Umprogrammierung des Schrittmachers geholfen werden.
Was ist bei Batterieerschöpfung zu beachten? – Die Batterieerschöpfung tritt allmählich ein und wird im Rahmen der normalen Kontrolluntersuchungen rechtzeitig erkannt. Es ist dann erforderlich, einen neuen Schrittmacher zu implantieren. Die Sonden zum Herzen müssen in der Regel nicht ersetzt werden. Es ist ein kleiner Eingriff, der in örtlicher Betäubung durchgeführt ist.
Können andere elektrische Geräte die Funktion des Herzschrittmachers gefährden? – Das Schrittmachersystem ist so gut abgeschirmt, dass die meisten elektrischen Geräte die Funktion des Schrittmachers nicht beeinträchtigen (Computer, Büro-, Küchen- und Haushaltsgeräte etc.). Elektromotor-betriebene Geräte wie Bohrmaschinen oder andere Handgeräte sollen nicht näher als unbedingt erforderlich an den Schrittmacher herangeführt werden. Die Sicherheitseinrichtungen in Flughäfen oder Diebstahlsicherungen an den Ausgängen von Geschäften haben meist auch keinen Einfluss auf die Schrittmacherfunktion; es empfiehlt sich dennoch, zügig durch die Anlagen hindurchzugehen. Vorübergehende Störungen können bei folgenden Geräten auftreten:
– Hochspannungsleitungen / – antennen
– Medizinische Geräte / Diathermiegeräte
– Bestrahlung mit Hochenergiestrahlung
– Elektroschweißgeräte
– Große Industriemaschinen / Generatoren
– Starke Magneten / Lautsprechermagneten
– Funkgeräte.

Für den Gebrauch von Mobiltelefonen wird im Allgemeinen empfohlen, einen Mindestabstand von 15 bis 30 cm zwischen Schrittmacher und Telefon sicherzustellen. Das Handy soll also nicht in einer Brusttasche auf der gleichen Seite wie der Schrittmacher getragen werden. Beim Telefonieren soll das Handy auf der dem Schrittmacher entgegengesetzten Seite gehalten werden. Bei schnurlosen Haustelefonen bestehen keine Einschränkungen. Schrittmacher-abhängige Patienten müssen die genannten Vorsichtsmaßnahmen genau einhalten, da eine Funktionsstörung des Schrittmachers schwerwiegendere Folgen haben kann. Der Schrittmacher-Ausweis soll immer mitgeführt werden. Weisen Sie alle behandelnden Ärzte, Zahnärzte und auch Physiotherapeuten darauf hin, dass Sie einen Schrittmacher tragen. Ebenso weisen Sie bitte bei Sicherheitskontrollen, z.B. auf dem Flughafen, darauf hin, da der Schrittmacher vom Metall-Detektor erkannt wird. Die Durchsuchung mit einem Handdetektor soll im Bereich des Schrittmachers ebenfalls zügig durchgeführt werden.

Kernspintomographie (MRT)

Strahlenfreie Untersuchung, die hoch auflösende Bilder des Herzens (“Kardio – MRT”) in Ruhe oder nach Bedarf unter Belastung (“Stress – Kardio MRT”) liefert. Zur weiterführenden Diagnostik von Herzkranzgefäßverengungen oder auch spezieller Herzmuskelerkrankungen geeignet.

Kann auch zur Untersuchung der großen Arterien des Körpers genutzt werden.