PRAXIS FÜR KARDIOLOGIE UND ANGIOLOGIE
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ANGIOLOGIE
Erkrankungen der Venen

Varikose / Venöse Insuffizienz - Bei der Varikose sind die Venen nicht in der Lage, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren. Aufgrund unseres aufrechten Ganges müssen die Venen hierbei das Blut entgegen der Schwerkraft bergauf transportieren. Die chronisch venöse Insuffizienz beschreibt das Unvermögen der Venen, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren. Aufgrund unseres aufrechten Ganges müssen die Venen hierbei das Blut entgegen der Schwerkraft bergauf transportieren. Um dies zu ermöglichen, sind Venenklappen eingebaut, welche wie Ventile wirken. Diese Ventile machen die Venen zu einer Einbahnstraße und gestatten den Blutfluss nur in eine Richtung, nämlich zum Herzen. Die treibende Kraft ist dabei die Beinmuskulatur. Wird die Muskulatur - bei jedem Schritt - angespannt, so werden die Venen ausgequetscht. Und wegen der Klappen kann das Blut nur in Richtung Herz abfließen. Beim Erschlaffen der Muskulatur strömt dann Blut von peripher in die entleerten Venen nach. Ist die bindegewebige Struktur der Venenwand zu schwach, so kann die Vene dem Druck des Blutes nachgeben, sich dehnen und dabei werden die Venenklappen undicht. Der Abstrom des Blutes entgegen der Schwerkraft ist behindert. Der Schwerkraft folgend staut sich das Blut in den unteren Regionen zurück, die Venen werden weiter gedehnt. Ein Stau, eine Dehnung der tief liegenden Venen bewirkt ein dumpfes Spannungs- oder Druckgefühl, eine Dehnung der oberflächlichen Venen führt zu sichtbaren, erweiterten Venen, den Krampfadern (Varizen).

Thrombose - Ständig laufen in unserem Gefäßsystem Gerinnungsprozesse ab, und gleichzeitig Prozesse, die Gerinnsel auflösen. Es besteht ein Fließgleichgewicht zwischen Gerinnung und Auflösung. Wenn dieses jedoch gestört ist, kann es zu einer Thrombose kommen. Die Blutgerinnung dient dazu, eine Blutung bei einer kleineren oder größeren Gefäßverletzung zu stillen. Der komplexe, kaskadenförmig unter Beteiligung vieler Gerinnungsfaktoren ablaufende Gerinnungsprozess wird nicht erst bei einer Gefäßverletzung in Gang gesetzt. Ständig laufen im Gefäßsystem Gerinnungsprozesse ab - und gleichzeitig Prozesse, welche Gerinnsel auflösen. Es besteht ein Fließgleichgewicht zwischen Gerinnung und Lyse (Auflösung). Ist dieses komplexe Fließgleichgewicht gestört, und überwiegen die Gerinnungsprozesse, so entsteht eine Thrombose, ein Gerinnsel in der Blutbahn. Zu einem Überwiegen der Gerinnungsprozesse kommt es durch genetisch bedingte Störungen des Gerinnungssystems, wodurch gerinnungsfördernde Substanzen vermehrt sind oder gerinnungshemmende Substanzen vermindert sind. Bei einer Thrombophilie besteht eine angeborene, vererbliche Neigung zur Thrombose. Auch durch passagere Beeinflussung des Gerinnungssystemes (z.B. hormonell in der Schwangerschaft) können Thromben entstehen. Ein weiterer Risikofakttor ist Bewegungsmangel, der zu einem langsameren Fluss des Blutes in den Gefäßen führt.
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